Hunde als Therapeuten: Ein Blick hinter die Kulissen der Therapiebegleithunde-Ausbildung
Am Dienstag, den 10. März 2026, wird es im Studio Enns bei Radio FRO tierisch spannend! Wir widmen uns einem Thema, das Herz und Verstand gleichermaßen berührt: Die Ausbildung von Therapiebegleithunden. Zu Gast im Studio ist Brigitte Girard, eine ausgewiesene Expertin auf diesem Gebiet.
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Hunde sind weit mehr als nur treue Begleiter im Alltag. In der tiergestützten Therapie werden sie zu Brückenbauern, Motivatoren und Seelentröstern. Doch wie wird ein Hund eigentlich zum Therapiebegleithund? Welche Voraussetzungen müssen Mensch und Tier erfüllen? Und wo liegt eigentlich der genaue Unterschied zu einem Assistenzhund?
Was ist eigentlich tiergestützte Therapie?
Tiergestützte Therapie (TGT) nutzt die positive Wirkung von Tieren auf das menschliche Wohlbefinden. Es handelt sich dabei um zielgerichtete Interventionen, bei denen der Hund als Medium eingesetzt wird. Ob in der Arbeit mit Kindern, Senioren oder Menschen mit Behinderungen – der Hund wertet nicht. Er reagiert unmittelbar auf das Verhalten seines Gegenübers, schenkt Nähe und fördert motorische sowie kognitive Fähigkeiten. Brigitte Girard wird uns in der Sendung erklären, wie diese feine Kommunikation zwischen Hund, Klient und Trainer funktioniert.
Therapiehund vs. Assistenzhund: Ein wichtiger Unterschied
Oft werden diese Begriffe verwechselt, dabei gibt es klare rechtliche und funktionale Trennungen:
- Assistenzhunde: (z.B. Blindenführhunde, Signalhunde) sind treue Begleiter für eine spezifische Person mit Behinderung. Sie leben dauerhaft bei dieser Person und unterstützen sie im Alltag (z.B. Türen öffnen, Warnung vor Anfällen).
- Therapiebegleithunde: Sie leben bei ihrem Besitzer (dem Therapeuten oder Pädagogen) und besuchen gemeinsam mit ihm verschiedene Klienten in Einrichtungen. Sie „arbeiten“ punktuell als Teammitglied in therapeutischen Sitzungen.
Der Weg zum Therapiehund: Voraussetzungen und Wesenstest
Nicht jeder Hund ist für diese anspruchsvolle Aufgabe geeignet. Bevor die Ausbildung beginnt, steht ein gründlicher Wesenstest an. Hier wird geprüft: Ist der Hund belastbar? Zeigt er Aggressionen bei Stress? Wie reagiert er auf laute Geräusche, Rollstühle oder unsichere Bewegungen von Menschen? Ein Therapiehund muss eine extrem hohe Toleranzschwelle haben und darf niemals „nach vorne gehen“. Auch der Halter muss eine enge Bindung zum Hund haben und über pädagogisches oder therapeutisches Grundwissen verfügen.
Modul 2: Wenn Technik auf Tier trifft
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Sendung ist das Modul 2 der Ausbildung. Hier kommen wir ins Spiel! In diesem Teil der Ausbildung werden die Hunde gezielt an technische Hilfsmittel gewöhnt. Dazu gehört das Training mit:
- E-Rollstühlen: Diese sind oft laut und bewegen sich für Hunde ungewohnt ruckartig.
- Handrollstühlen: Hier muss der Hund lernen, sicher neben dem Rad zu laufen, ohne sich oder den Fahrer zu gefährden.
Es ist faszinierend zu sehen, wie die Hunde lernen, die Distanz zu wahren und dennoch die Nähe zum Menschen zu halten.
Hunderassen und Ausbildungsdauer
Gibt es den „geborenen“ Therapiehund? Grundsätzlich ist die Ausbildung rassenunabhängig möglich. Oft sieht man Retriever-Rassen, da diese einen ausgeprägten „Will to please“ haben. Aber auch Mischlinge, Pudel oder andere Rassen sind erfolgreich im Einsatz. Wichtiger als die Rasse ist der individuelle Charakter des Tieres.
Die Ausbildung dauert in der Regel mehrere Monate bis zu zwei Jahren, je nach Intensität und Vorkenntnissen. Sie besteht aus theoretischen Einheiten für den Menschen und praktischen Modulen für das Team.
Spezialfragen: Wassertherapie und Pension
Kann ein Therapiehund auch bei der Wassertherapie helfen? In der Regel unterstützt der Hund die Therapie eher vom Beckenrand aus oder in flachem Wasser, um Sicherheit zu vermitteln. Ein direkter Einsatz im tiefen Wasser ist seltener, aber je nach Ausbildungsprofil möglich.
Das „Hunde-Pickerl“: Wie bei einem Auto muss die Eignung regelmäßig überprüft werden. In Österreich ist eine jährliche Nachkontrolle (ähnlich dem Pickerl) üblich, um sicherzustellen, dass das Team noch harmonisch arbeitet und der Hund gesundheitlich fit ist. Die Gesundheit steht an oberster Stelle – die Hunde werden regelmäßig tierärztlich untersucht.
Wann geht ein Hund in Pension? Meistens mit etwa 10 Jahren, doch das ist individuell. Wenn der Hund zeigt, dass er die Freude an der Arbeit verliert oder körperlich abbaut, darf er seinen wohlverdienten Ruhestand genießen.
Herausforderungen in der Ausbildung
Was passiert, wenn Mensch oder Hund während der Ausbildung zu nervös sind? Brigitte Girard betont, dass es keine Schande ist, ein Team auf einen späteren Kurs zu verschieben. Die Sicherheit und das Wohlbefinden des Tieres stehen immer im Vordergrund. Dass Prüfer oft externe Personen sind, ist ein wichtiger Qualitätsstandard, um Objektivität zu gewährleisten.
Sendungsinformationen
Wann: Dienstag, 10.03.2026
Wo: Radio FRO / Radiabled / Studio Enns
Links zur Sendung:
Studio Enns: www.studioenns.eu
Studio Enns Aktuell: www.studioenns.eu/infopage
Radio FRO Radiabled: www.fro.at/radiabled
Unsere Expertin:
Brigitte Girard: www.girard.at
Die Sendung kann hier nachgehört werden:
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