
Beitrag 6: Drittanbieter auf Websites – weniger Abhängigkeiten können mehr Sicherheit und Datenschutz bedeuten
Moderne Websites greifen häufig auf zahlreiche externe Dienste zurück.
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Google Fonts.
Analysewerkzeuge.
Kartendienste.
Social-Media-Widgets.
Videoplattformen.
Chat-Systeme.
Consent-Management-Systeme.
Werbenetzwerke.
CDNs.
Externe JavaScript-Bibliotheken.
Jeder dieser Dienste kann sinnvoll sein. Das Problem entsteht dort, wo externe Dienste eingebunden werden, ohne dass ihre Auswirkungen wirklich verstanden werden.
Aus technischer Sicht bedeutet jeder externe Dienst zusätzliche Abhängigkeit.
Der Browser muss möglicherweise eine weitere Domain auflösen.
Eine Verbindung muss hergestellt werden.
Ressourcen müssen übertragen werden.
JavaScript muss verarbeitet werden.
Und möglicherweise werden Daten an den Anbieter übertragen.
Deshalb lohnt es sich, bei jeder externen Einbindung drei Fragen zu stellen:
Brauchen wir diesen Dienst wirklich?
Welche Daten werden übertragen?
Und welchen technischen Aufwand verursacht die Einbindung?
Besonders interessant ist das bei WordPress.
Ein Plugin kann scheinbar nur eine kleine Funktion anbieten, gleichzeitig aber mehrere externe Bibliotheken und Dienste laden.
Ein individuell entwickeltes Plugin kann hier unter Umständen eine Alternative sein.
Dabei geht es nicht darum, Drittanbieter grundsätzlich zu verteufeln.
Externe Dienste können hervorragende Lösungen bieten.
Aber professionelle Webentwicklung bedeutet, bewusste Entscheidungen zu treffen.
Auch lokale Einbindungen können Vorteile haben.
Wenn eine benötigte Bibliothek nicht zwingend von einem externen Anbieter geladen werden muss, kann sie gegebenenfalls kontrollierter in die eigene Infrastruktur integriert werden.
Dabei müssen natürlich Lizenzbedingungen, Sicherheitsaspekte und Wartung berücksichtigt werden.
Ein weiterer Punkt ist die langfristige Verfügbarkeit.
Was passiert, wenn ein externer Dienst seine API verändert?
Was passiert, wenn ein Anbieter seine Preise erhöht?
Was passiert, wenn eine Bibliothek nicht mehr gepflegt wird?
Eine Website mit zehn kritischen externen Abhängigkeiten kann langfristig schwieriger zu warten sein als eine Website, deren Kernfunktionen selbst kontrolliert werden.
Das bedeutet nicht, dass man alles selbst entwickeln sollte.
Aber die wichtigsten Funktionen sollten möglichst unabhängig von unnötigen externen Komponenten bleiben.
Das gilt auch für Datenschutz.
Wer Daten an einen Drittanbieter überträgt, sollte genau wissen, warum diese Übertragung stattfindet und welche rechtlichen Anforderungen damit verbunden sind.
Eine Website sollte daher nicht einfach Skripte laden, weil sie „irgendwo empfohlen“ wurden.
Jede externe Ressource verdient eine technische und gegebenenfalls rechtliche Bewertung.
Interessanterweise führt dieser Ansatz häufig gleichzeitig zu einer besseren Performance.
Weniger externe Requests.
Weniger JavaScript.
Weniger DNS-Auflösungen.
Weniger Datenübertragungen.
Weniger Abhängigkeiten.
Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Datenschutz, Nachhaltigkeit und Performance zusammenpassen können.
Gutes Webdesign bedeutet deshalb nicht nur, was der Besucher sieht.
Ein großer Teil des eigentlichen Qualitätsunterschieds liegt unter der Oberfläche.
Eine Website kann optisch identisch aussehen und technisch völlig unterschiedlich aufgebaut sein.
Die eine lädt zehn externe Dienste.
Die andere kommt mit einem Bruchteil der Ressourcen aus.
Für den Besucher kann das einen erheblichen Unterschied machen.
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