
Beitrag 13: Weihnachten im Ausnahmezustand
Wenn die Lichterketten in den Inseldörfern angehen, bereiten wir uns auf die härteste Zeit vor. Weihnachten auf der Insel Klinz bedeutet: Ein Standort wird oft fast komplett geschlossen, um Personal zu bündeln, während der andere aus allen Nähten platzt. Das Arbeitsviech arbeitet durch. Silvester? Nur ein weiterer Nachtdienst.
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Wir versuchen, den Patienten ein wenig Festtagsstimmung zu vermitteln. Ein kleiner Plastikbaum im Stationszimmer, ein paar Plätzchen. Aber unter der Oberfläche brodelt der Stress. Die Einsamkeit der Patienten ist an den Feiertagen auf der Insel besonders spürbar. Wir sind oft der einzige Besuch, den sie haben.
Als Arbeitsviech opfert man seine eigenen Feiertage für das Wohl anderer. Das ist der Deal. Man feiert mit den Kollegen, man teilt sich den Kartoffelsalat am Stützpunkt zwischen zwei Klingeln. Es ist eine eigene Art von Besinnlichkeit. Wir sind die Familie für diejenigen, die keine haben oder nicht wegkönnen.
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