
Beitrag 61: Das „Klinz-Taxi“ – Patienten-Tetris auf Rädern
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Manchmal fühle ich mich weniger wie eine medizinische Fachkraft und mehr wie ein Disponent für Schwertransporte. Heute war wieder so ein Tag, an dem das „Patienten-Tetris“ zwischen den zwei Standorten auf Klinz neue Höchstwerte erreichte. Drei Entlassungen im Norden, vier Aufnahmen im Süden und zwei Verlegungen dazwischen. Das Problem? Wir haben nur ein einziges Fahrzeug für den internen Transport, das für liegende Patienten geeignet ist.
Als Arbeitsviech stehst du in der Mitte und versuchst, die Wogen zu glätten. Der Norden schreit: „Das Bett muss frei werden, die Notaufnahme steht voll!“, während der Süden kontert: „Wir haben noch kein sauberes Zimmer, die Putzkolonne ist im Stau!“ Man telefoniert sich die Ohren heiß, organisiert, schiebt und improvisiert. Am Ende saß ich selbst im Transportwagen, um eine Übergabe während der Fahrt zu machen, weil sonst der Zeitplan völlig kollabiert wäre. Die Inselstraße ist unser Nadelöhr. Wenn dort ein Traktor liegen bleibt, bricht unser gesamtes medizinisches Gefüge zusammen. Es ist ein Wahnsinn auf Rädern, den man nur mit einer gehörigen Portion Galgenhumor übersteht.
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