
Beitrag 9: Das Wetter als Feind und Freund
Auf einer Insel wie Klinz ist das Wetter nicht nur Smalltalk, sondern ein entscheidender Faktor für unsere Arbeit. Wenn der Sturm peitscht und die Fähren zum Festland nicht mehr fahren, sind wir auf uns allein gestellt. Dann werden die zwei Standorte zu autarken Festungen. Das Arbeitsviech weiß: Wenn der Wind dreht, kommen die Einsätze.
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Sturmfluten bringen nicht nur Wasser, sondern auch Unfälle. Wir hatten Nächte im Nordstandort, in denen wir wegen des Wetters nicht einmal Patienten verlegen konnten. Wir mussten improvisieren. Das sind die Momente, in denen du merkst, wie klein du als Mensch bist. Aber als Arbeitsviech wächst du über dich hinaus.
Umgekehrt gibt es diese strahlenden Tage, an denen die Insel Klinz so friedlich aussieht, dass man kaum glauben kann, wie viel Leid sich hinter den Klinikmauern abspielt. Die Hitze im Sommer macht vor allem den Patienten im Süden zu schaffen. Wir schleppen Wasserflaschen im Akkord. Das Wetter bestimmt unseren Rhythmus. Es ist der unberechenbare Kollege, mit dem wir jeden Tag rechnen müssen.
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