
Beitrag 12: Nachhaltige Webentwicklung beginnt beim Hosting – aber sie endet dort nicht
Wenn über nachhaltige Websites gesprochen wird, fällt häufig zuerst das Thema Hosting.
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Das ist verständlich.
Server benötigen Energie.
Rechenzentren benötigen Kühlung.
Netzwerke übertragen Daten.
Ein Hostinganbieter mit effizienter Infrastruktur und möglichst erneuerbaren Energiequellen kann deshalb ein sinnvoller Bestandteil einer Nachhaltigkeitsstrategie sein.
Aber nachhaltiges Hosting allein macht noch keine nachhaltige Website.
Eine schlecht optimierte Website bleibt eine schlecht optimierte Website.
Wenn bei jedem Seitenaufruf große Dateien übertragen werden, entsteht Datenverkehr.
Wenn unnötige Prozesse auf dem Server laufen, entstehen Rechenlasten.
Wenn ständig externe Dienste kontaktiert werden, steigt die technische Komplexität.
Deshalb sollte Nachhaltigkeit auf mehreren Ebenen betrachtet werden.
Erstens: Hosting.
Zweitens: Serverarchitektur.
Drittens: CMS.
Viertens: Frontend.
Fünftens: Inhalte.
Beim Hosting kann man auf moderne Infrastruktur, effiziente Hardware und geeignete Energieversorgung achten.
Auf Serverebene können Caching und effiziente Softwarekonfiguration helfen.
Auf CMS-Ebene sollten unnötige Plugins und Module vermieden werden.
Im Frontend sollten Bilder, JavaScript und CSS optimiert werden.
Bei den Inhalten sollte man sich fragen, welche Informationen tatsächlich benötigt werden.
Auch das ist Nachhaltigkeit.
Eine Website mit 300 nahezu identischen Unterseiten ist nicht automatisch besser als eine Website mit 30 gut strukturierten Seiten.
Content sollte einen Zweck erfüllen.
Das gilt auch für Bilder.
Ein hochwertiges Foto kann sinnvoll sein.
Zwanzig fast identische Fotos müssen möglicherweise nicht alle auf der Startseite geladen werden.
Nachhaltiges Webdesign bedeutet daher nicht, Websites hässlich oder langweilig zu machen.
Es bedeutet, Ressourcen bewusst einzusetzen.
Eine schnelle, übersichtliche und ästhetische Website kann gleichzeitig nachhaltig sein.
Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft.
Nachhaltigkeit und gutes Design stehen nicht im Widerspruch.
Sie können sich gegenseitig verstärken.
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