
Beitrag 13: Eigene WordPress-Plugins entwickeln – wann individuelle Entwicklung sinnvoller ist
WordPress bietet eine enorme Auswahl an Plugins.
Bevor Sie mit dem Lesen beginnen, hier einige nützliche Hinweise und Werkzeuge:
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Das ist einer der größten Vorteile des Systems.
Gleichzeitig kann genau diese Auswahl zu einer Herausforderung werden.
Denn manchmal installiert man ein Plugin nicht, weil man 40 Funktionen benötigt, sondern weil man genau eine kleine Funktion braucht.
Hier kann individuelle Plugin-Entwicklung sinnvoll sein.
Ein eigenes Plugin muss nicht riesig sein.
Es kann sehr klein beginnen.
Vielleicht soll ein spezieller Datensatz aus einer API verarbeitet werden.
Vielleicht benötigt eine Website einen eigenen Shortcode.
Vielleicht sollen bestimmte Metadaten automatisch erzeugt werden.
Vielleicht soll ein Formular Daten auf eine bestimmte Weise speichern.
Solche Aufgaben können oft mit einem kleinen, gezielt entwickelten Plugin gelöst werden.
Der Vorteil liegt in der Kontrolle.
Man weiß, welche Funktionen enthalten sind.
Man weiß, welche Daten verarbeitet werden.
Man kann entscheiden, wann CSS geladen wird.
Man kann entscheiden, wann JavaScript geladen wird.
Man kann Datenbankabfragen kontrollieren.
Und man kann Abhängigkeiten minimieren.
Das ist besonders interessant, wenn Performance ein wichtiges Ziel ist.
Ein eigenes Plugin kann beispielsweise so entwickelt werden, dass seine Ressourcen nur auf bestimmten Seiten geladen werden.
Das ist wesentlich besser, als global CSS und JavaScript einzubinden, obwohl die Funktion nur an einer Stelle benötigt wird.
Auch Sicherheitsaspekte spielen eine Rolle.
Individuelle Entwicklung bedeutet allerdings nicht automatisch bessere Sicherheit.
Schlechter eigener Code kann gefährlicher sein als ein gut gepflegtes etabliertes Plugin.
Deshalb müssen auch bei eigenen Plugins Standards eingehalten werden.
Eingaben müssen validiert werden.
Ausgaben müssen korrekt escaped werden.
Berechtigungen müssen geprüft werden.
Datenbankabfragen müssen sicher erfolgen.
Und das Plugin sollte mit WordPress-Standards arbeiten.
Auch Wartbarkeit ist wichtig.
Ein eigenes Plugin sollte dokumentiert werden.
Andere Entwickler müssen verstehen können, warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden.
Guter Code ist nicht nur Code, der heute funktioniert.
Guter Code ist Code, der auch in zwei oder fünf Jahren noch verstanden und gepflegt werden kann.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen „irgendwie programmiert“ und professioneller Webentwicklung.
Individuelle Plugins sind daher kein Selbstzweck.
Sie sind ein Werkzeug.
Und dieses Werkzeug sollte dort eingesetzt werden, wo es tatsächlich einen technischen oder wirtschaftlichen Vorteil bringt.
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