
Beitrag 14: Gute Websites müssen nicht kompliziert sein
Es gibt einen interessanten Widerspruch im modernen Webdesign.
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Technologie wird immer leistungsfähiger.
Gleichzeitig werden Websites teilweise immer komplizierter.
Mehr Frameworks.
Mehr Plugins.
Mehr Tracking.
Mehr Animationen.
Mehr externe Dienste.
Mehr Abhängigkeiten.
Mehr Code.
Dabei kann eine Website mit einer vergleichsweise einfachen technischen Grundlage hervorragende Ergebnisse erzielen.
Eine Unternehmenswebsite benötigt möglicherweise kein riesiges JavaScript-Framework.
Ein Blog benötigt vielleicht keine 20 interaktiven Komponenten.
Eine Informationsseite braucht möglicherweise keinen animierten Hintergrund.
Ein Kontaktformular benötigt keine zehn Drittanbieter.
Das bedeutet nicht, dass moderne Websites langweilig sein müssen.
Ganz im Gegenteil.
Mit gutem Typografie-Design, einem durchdachten Raster, hochwertigen Bildern, intelligenten Farben und klarer Benutzerführung kann eine Website ausgesprochen hochwertig aussehen.
Die Kunst besteht darin, Gestaltung und Technik zusammenzuführen.
Ein gutes Designsystem kann beispielsweise dafür sorgen, dass wenige Komponenten sehr flexibel eingesetzt werden.
Eine klare HTML-Struktur sorgt für Ordnung.
CSS übernimmt die visuelle Gestaltung.
JavaScript wird nur dort eingesetzt, wo Interaktion erforderlich ist.
Das CMS verwaltet Inhalte.
Und der Server liefert die benötigten Ressourcen effizient aus.
Das ist eigentlich eine sehr einfache Architektur.
Aber Einfachheit ist nicht dasselbe wie Primitivität.
Eine gut konzipierte einfache Lösung kann wesentlich anspruchsvoller sein als eine Website, die einfach mit möglichst vielen Technologien zusammengesteckt wurde.
Deshalb sollte man bei jedem Projekt regelmäßig fragen:
Brauchen wir diese Funktion?
Brauchen wir dieses Plugin?
Brauchen wir diesen externen Dienst?
Brauchen wir dieses Script?
Brauchen wir dieses Bild?
Brauchen wir diese Animation?
Wenn die Antwort „nein“ lautet, ist das Weglassen keine Niederlage.
Es ist eine technische Entscheidung.
Und manchmal ist genau diese Entscheidung der wichtigste Performancegewinn.
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