
Beitrag 8: Barrierefreiheit und Performance gehören zusammen
Barrierefreiheit wird im Webdesign manchmal als zusätzliche Aufgabe betrachtet.
Bevor Sie mit dem Lesen beginnen, hier einige nützliche Hinweise und Werkzeuge:
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Das ist schade.
Denn viele Maßnahmen, die eine Website barriereärmer machen, verbessern gleichzeitig die technische Qualität.
Eine klare Struktur hilft beispielsweise nicht nur Menschen mit Einschränkungen.
Sie hilft allen Besuchern.
Semantisches HTML sorgt für bessere Orientierung.
Klare Überschriften helfen beim Scannen von Inhalten.
Ausreichende Kontraste verbessern die Lesbarkeit.
Eine verständliche Navigation reduziert kognitive Belastung.
Und eine Tastaturbedienbarkeit sorgt für eine bessere Zugänglichkeit.
Auch die Performance spielt eine Rolle.
Eine Website, die auf einem modernen Desktop hervorragend funktioniert, kann auf einem älteren Smartphone völlig anders wirken.
Wenn die Seite große JavaScript-Mengen ausführt, kann der Prozessor des Geräts stark belastet werden.
Das betrifft nicht nur die Ladezeit.
Es betrifft auch Energieverbrauch und Bedienbarkeit.
Eine schlanke Website ist daher häufig auch eine zugänglichere Website.
Besonders wichtig ist semantisches HTML.
Ein Button sollte ein Button sein.
Ein Link sollte ein Link sein.
Formularfelder sollten korrekt beschriftet werden.
Bilder sollten, wenn sie relevant sind, sinnvolle Alternativtexte besitzen.
Interaktive Elemente sollten mit der Tastatur erreichbar sein.
Diese Grundlagen kosten in der Entwicklung häufig nicht mehr Zeit als eine technisch schlechtere Lösung.
Im Gegenteil.
Wer von Anfang an sauber arbeitet, muss später weniger reparieren.
Auch responsive Design ist ein Teil der Zugänglichkeit.
Eine Website sollte nicht nur auf einem bestimmten Bildschirmformat funktionieren.
Sie sollte sich an unterschiedliche Displaygrößen anpassen.
Dabei darf Responsive Design nicht mit „eine Desktop-Seite wird einfach kleiner“ verwechselt werden.
Mobile Nutzer benötigen manchmal andere Abstände, andere Navigationen und andere Prioritäten.
Ein gutes Designsystem berücksichtigt diese Unterschiede bereits bei der Konzeption.
Auch Schriftgrößen und Zeilenhöhen sind relevant.
Text sollte gut lesbar sein.
Absätze sollten nicht zu breit sein.
Kontraste müssen ausreichend sein.
Und Nutzer sollten die Möglichkeit haben, Inhalte zu vergrößern, ohne dass die Website unbrauchbar wird.
Barrierefreiheit ist daher nicht nur ein Thema für spezielle Nutzergruppen.
Sie ist ein Qualitätsmerkmal.
Eine Website, die verständlich, schnell, klar strukturiert und flexibel bedienbar ist, bietet vielen Menschen Vorteile.
Und genau deshalb sollte Barrierefreiheit bereits in der Designphase berücksichtigt werden.
Nicht erst kurz vor dem Launch.
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