
Beitrag 22: Death Valley im Schnee – Wenn die Hölle zufriert
Das Death Valley gilt als einer der heißesten Orte der Erde. Doch auch hier kann es schneien – wenn auch nur auf den Berggipfeln, die das Tal umgeben. Die Panamint Range mit dem Telescope Peak (über 3300 Meter) trägt im Winter regelmäßig eine weiße Kappe. In extrem seltenen Fällen schaffen es ein paar Flocken sogar bis auf den Talboden, schmelzen aber meist sofort. Der Kontrast ist atemberaubend: Von den Salzebenen bei Badwater Basin (86 Meter unter dem Meeresspiegel) blickt man hinauf zu den strahlend weißen Gipfeln. Diese vertikale Vielfalt ist typisch für die Geografie Kaliforniens. Für Fotografen ist der Anblick der schneebedeckten Gipfel über der kargen Wüstenlandschaft der heilige Gral. Es ist eine surreale Mischung aus extremer Hitze und extremer Kälte, die zeigt, dass die Wüste im Winter ihr eigenes, stilles Gesicht hat. Wer das Glück hat, Death Valley nach einem seltenen Regen- oder Schneesturm zu besuchen, erlebt eine Klarheit der Luft, die ihresgleichen sucht.
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