
Beitrag 11: Bürokratie-Monster auf der Insel
Man denkt, auf einer Insel ginge es unbürokratischer zu. Falsch gedacht. Die zwei Standorte der Inselklinik Klinz sind ein Paradies für Formular-Liebhaber. Jede Tablette, die im Norden bestellt und im Süden ausgegeben wird, braucht gefühlt drei Unterschriften und ein polizeiliches Führungszeugnis. Das Arbeitsviech verbringt mittlerweile 40 Prozent seiner Zeit mit Dokumentation.
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Es ist frustrierend. Wir wollen am Patienten arbeiten, aber wir sitzen vor Bildschirmen und tippen Berichte für die Krankenkassen. Im Norden ist alles digitalisiert (theoretisch), im Süden hängen wir noch an der Papierkurve. Wenn man zwischen den Standorten wechselt, muss man auch sein Gehirn umprogrammieren. „Hier klicken“ vs. „Dort schreiben“.
Oft frage ich mich, für wen wir das machen. Für die Qualitätssicherung? Oder für die Absicherung der Verwaltung? Das Arbeitsviech fühlt sich oft wie ein Sekretär in weißer Kleidung. Aber wehe, ein Komma fehlt im Bericht – dann ist das Geschrei groß. Wir kämpfen gegen Windmühlen aus Papier und Datenfeldern, während draußen die reale Arbeit wartet.
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