
Beitrag 58: Opfer des Dienstplans – Privatleben adé
Gestern hätte ich eigentlich eine Verabredung gehabt. Ein nettes Abendessen, kein Gedanke an Klinz. Dann kam der Anruf: „Im Süden sind drei Leute ausgefallen, kannst du die Nachtschicht übernehmen?“ Das Arbeitsviech sagt ja. Nicht, weil es will, sondern weil es muss.
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Man wird zum sozialen Paria. Freunde rufen schon gar nicht mehr an, weil sie wissen, dass man sowieso arbeitet oder schläft. Die zwei Standorte fressen das Privatleben auf. Man opfert Geburtstage, Jahrestage und einfache Abende auf der Couch. Manchmal frage ich mich, wofür das alles? Dann stehe ich nachts am Fenster im Standort Süd, sehe das Licht des Leuchtturms und weiß, dass ich gerade gebraucht werde. Es ist eine Hassliebe zu diesem Job. Er nimmt dir alles, aber er gibt dir auch dieses seltsame Gefühl von Bedeutung, das man im Büro selten findet.
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