
Beitrag 68: Das „Burnout-Seminar“ – Ironie pur
Heute wurden wir zu einem Pflicht-Seminar eingeladen: „Stressprävention und Resilienz am Arbeitsplatz“. Ort des Geschehens: Ein klimatisierter Raum im Nordstandort. Zeit: Mitten in der Schicht, für die natürlich kein Ersatz gestellt wurde. Die Ironie ist fast schon körperlich schmerzhaft.
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Da sitzt eine Trainerin vom Festland, die noch nie ein Arbeitsviech in freier Wildbahn gesehen hat, und erklärt uns, dass wir „öfter mal tief durchatmen“ und „achtsame Pausen“ machen sollen. Wir haben uns im Team nur stumm angeschaut. Achtsame Pausen? Ich bin froh, wenn ich achtsam pinkeln gehen kann, ohne dass der Pieper losgeht. Nach einer Stunde mussten wir das Seminar abbrechen, weil auf Station die Hölle los war. Das ist die Realität auf Klinz. Die Theorie ist schön und bunt, aber die Praxis frisst die Resilienz zum Frühstück. Wir brauchen mehr Personal, keine Powerpoint-Folien über Atemübungen.
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