
Beitrag 24: Die „Weiße Wand“ – Seelennebel auf Klinz
Es gibt Tage, da liegt der Seenebel so dicht über Klinz, dass man die Hand vor Augen nicht sieht. Wir nennen das die „Weiße Wand“. Diese Tage sind psychisch belastend. Alles wirkt gedämpft, die Welt scheint stillzustehen, aber in den Kliniken brennt die Luft. Der Nebel bringt eine seltsame Melancholie mit sich, die sich auch auf das Personal überträgt.
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Im Standort Süd steigen an solchen Tagen die Sturzgefahr und die Verwirrtheit bei den älteren Patienten. Im Norden häufen sich die Unfälle, weil die Leute den Nebel unterschätzen. Als Arbeitsviech fühlt man sich an diesen Tagen wie in Watte gepackt, aber die Verantwortung drückt doppelt schwer.
Manchmal wünscht man sich, man könnte einfach im Nebel verschwinden. Einfach weiterfahren, über den Deich hinaus, weg von den zwei Standorten, weg von den Piepern und den Sorgen. Doch dann hört man das nächste „Schwester!“, und der Nebel im Kopf muss dem Fokus weichen. Das Arbeitsviech funktioniert auch bei Nullsicht.
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