
Beitrag 47: Der „Klinz-Zombie“ – Schlafentzug als Dauerzustand
Es gibt diesen speziellen Gesichtsausdruck, den man nur bei uns findet. Wir nennen ihn den „Klinz-Zombie“. Er entsteht nach der dritten Nachtschicht in Folge, wenn man zusätzlich zwischen den Standorten pendeln musste. Die Augen sind gerötet, die Haut hat die Farbe von Krankenhaus-Bettwäsche, und die Reaktionszeit gleicht der einer Weinbergschnecke.
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Als Arbeitsviech im Dauerstress vergisst man manchmal, welcher Wochentag ist. Gestern stand ich im Supermarkt und wollte mit meinem Dienstausweis bezahlen. Die Kassiererin lächelte nur mitleidig – sie kennt das. Viele von uns leben in einer Zeitschleife. Der Wechsel zwischen der Hektik im Norden und der bedrückenden Ruhe im Süden fordert seinen Tribut. Man funktioniert mechanisch: Medikamente stellen, Infusionen wechseln, Dokumentation. Der Körper ist auf Autopilot. Man fragt sich oft, wie lange man das durchhält, bevor der Akku endgültig den Geist aufgibt. Aber dann trinkt man den zehnten Kaffee und läuft weiter.
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