
Beitrag 7: Patienten zwischen den Welten
Ein Patient sagte mir neulich im Standort Süd: „Schwester, Sie sehen heute aber anders aus als gestern im Norden.“ Ich musste lachen. Ja, das Arbeitsviech wechselt zwar den Standort, aber das Gesicht bleibt das gleiche – nur müder. Die Patienten auf Klinz erleben oft die gleiche Odyssee wie wir. Erst die Notaufnahme im Norden, dann die Stabilisierung, und schließlich die Verlegung in den ruhigen Süden zur Genesung.
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Es ist schön zu sehen, wenn Patienten diesen Weg erfolgreich gehen. Aber es ist auch traurig, wenn man merkt, dass sie zwischen den Standorten verloren gehen. Informationen versickern, Angehörige sind verwirrt, welcher Weg nun zum Patienten führt. Wir sind dann nicht nur Pfleger, sondern auch Wegweiser, Seelentröster und Erklärer.
An beiden Standorten arbeiten wir mit Menschen, die Angst haben. Die Insel isoliert sie von ihren Familien auf dem Festland. Das macht unsere Rolle noch wichtiger. Wir sind die Brücke. Wir sind die Konstante im Chaos der Verlegungen. Das Arbeitsviech ist auch ein Herzensmensch, auch wenn die dicke Haut das manchmal verbergen muss.
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