
Beitrag 26: Das Burnout-Geflüster
In den Pausenräumen von Klinz wird viel geflüstert. Es geht nicht nur um Patienten, sondern um Kollegen, die „plötzlich weg“ sind. Burnout ist ein Gespenst, das durch beide Standorte geht. Das Arbeitsviech sieht die Anzeichen bei anderen oft eher als bei sich selbst: Der Zynismus nimmt zu, die Fehlerhäufigkeit steigt, die Empathie sinkt.
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Wir versuchen, uns gegenseitig zu stützen, aber wer stützt uns? Das System verlangt 110 Prozent, jeden Tag. Wenn man zwischen Nord und Süd hin- und hergerissen wird, bleibt das eigene Ich oft auf der Strecke. Ich habe Tage, an denen ich im Auto sitze und weine, einfach weil der Druck zu groß ist.
Aber dann kommt die nächste Schicht, und man zieht die Maske wieder auf. Man ist das Arbeitsviech. Man funktioniert. Die Angst, selbst einer dieser „geflüsterten Namen“ zu werden, schwingt immer mit. Wir brauchen mehr als nur „Danke“, wir brauchen Entlastung – aber auf Klinz ist Entlastung ein Fremdwort.
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